Monatsversammlung November 2024
Termin: 24.11. 2024
Ort: im Sudhaus, Ulricherstraße 23, 59494 Soest
Beginn der Versammlung: 19:30 Uhr
Ende der Versammlung: 21 Uhr
Klaus Fischer kann an diesem Abend immerhin 20 Mitglieder begrüßen, die sich trotz Kälte und Regen auf den Weg gemacht haben.
Er bittet um Anmeldung zum traditionellen Grünkohlessen mit Liedern und Geschichten im Dezember. Dann stellt er das Jahresprogramm 2025 vor.
Anschließend berichtet er Neues aus seinem Holter Garten.
Als größeres Projekt stand dieses Jahr die Revitalisierung des Spielhauses für die Enkel auf dem Programm, da beim alten die Fundamentbalken unterhöhlt und morsch waren. U.a. hatte das Spielhaus offenbar Generationen von Mäusen als Unterschlupf gedient wie größere Haufen von Kirschkernen hinter Schränken zeigten.
Weiterhin wurde die Mosterei technisch erneuert, wodurch das Auspressen der Äpfel nunmehr mit Wasserdruck erheblich schneller geschieht.
Aus dem Bereich des Gemüseanbaus berichtet er über Erfahrungen mit Kartoffeln und Blumenkohl. So baut er nur noch Frühkartoffeln an, da diese bereits so frühzeitig geerntet werden, dass Infektionen mit Braunfäule noch nicht auftreten können. Weiterhin stellt er einen ‚Kartoffelturm‘ mit einer Umrandung aus Draht vor, den er dieses Jahr erstmals gebaut hat. Seit einigen Jahren baut er Blumenkohl nur noch in seiner Wintervariante an. Dieser wird im Herbst ausgesät (Saatgut gibt es bei Blumen Risse), bildet ab März seine ‚Blumen‘ aus, so dass er ab April geerntet werden kann. Im Sommer ist der Anbau von Romanesco erfolgreicher.
Aus dem Bereich des Obstanbaus berichtet Klaus Fischer von seiner Erfahrung bei Erdbeeren, dass sich mit der Weiterkultivierung von Senkern starker ertragreicher Pflanzen meist auch ein besserer Ertrag erzielen lässt als mit dazugekauften Pflanzen.
Die Weinreben leiden seit 2 Jahren unter starkem Mehltaubefall, der bis zu einem völligen Ernteausfall geführt hat.
Weiterhin beobachtet er, dass sich Misteln in den letzten Jahren seuchenartig ausbreiten. In seinem Garten sind Apfelbäume so stark befallen, dass ein Rückschnitt einzelner Äste die Bäume nicht mehr retten werden. Bemerkenswert an dieser Entwicklung ist, dass es sich lokal auf den hiesigen Raum des Hellwegs beschränkt, während im benachbarten Münsterland oder Sauerland Misteln kaum vorkommen. Gründe sind nicht bekannt.
Aber auch die Kirschbäume sind bedroht. Die allerdings vom Hallimasch, der sich stark ausbreitet.
Dieses Jahr stand auch wieder ein Rückschnitt der Kopfweiden an. Zum Erhalt der Kulturlandschaft wird dies vom Kreis Soest finanziell gefördert. Da sein Garten außerhalb des Siedlungsgebietes liegt und mit 6000m² auch eine beträchtliche Größe aufweist, darf er Gartenschnitt verbrennen. Allerdings nur nach vorheriger Anmeldung.
Zum wiederholten Mal berichtet er von seinen Bemühungen zur Anlegung einer Rotbuchenhecke, die wahlweise oberirdisch von Rehen oder unterirdisch von Wühlmäusen angefressen wird. Der Wurzelballen wird bei der Neupflanzung durch Umwicklung mit Draht geschützt. Dabei sollte unverzinkter Draht verwendet, da dieser verrottet. Diesen bekommt man allerdings nicht im Gartenfachhandel, sondern muss in einer Baumschule nachfragen.
Bettina Dräger-Möller