Protokoll und Reisebericht der OGV- Fahrt zum Niederrhein, 28. Juni 2025
Mit den Bildern von wunderschönen Garten-Pflanzungen vor Augen, dem Geruch von Ziegen und Blüten in der Nase und vielen neuen Ideen im Kopf kehrten 34 Vereinsmitglieder am Samstag, 28. Juni 2025, abends gegen 19.30 Uhr von ihrer Tagesfahrt an den Niederrhein zurück. Busfahrer Serkan Kivanc hatte seine Gäste pünktlich um 7.15 Uhr in Bad Sassendorf und um 7.30 Uhr am Hotel Susato abgeholt und lud weitere drei Vereinsmitglieder in Dortmund eingeladen. Über die A2 und die A31 ging’s dann zur ersten Station.
Milcherzeugung, Gemüseanbau und Gartenbau sind die wichtigsten Agrarzweige am Niederrhein. Das machte schon ein Blick aus den Busfenster erkennbar. Kein Wunder also, dass die Staudengärtnerei Picker erst im zweiten Anlauf entdeckt wurde. Dann aber waren die Soester umso begeisterter von dem grünen Paradies auf 3000 Quadratmetern.
Mit seiner Frau Angelika habe er das Gelände im Jahr 2001 gekauft und es seit 2002 nach und nach in den Staudengarten verwandelt, der es jetzt ist, berichtete Seniorchef Berthold Picker bei einer Führung. Zuerst wurden die Bäume geplant, dann die Wege. Nach diesem stimmigen Konzept entstanden auf mehreren Ebenen zahlreiche „Zimmer“, wie Picker die einzelnen Gartenteile nannte. Es ging Treppchen hinauf und hinunter, zwischen Büschen hindurch, an schattigen Bäumen entlang und über grüne Rasenflächen und jedes Mal tat sich ein neuer überraschender Ausblick auf.
Der Schaugarten Stöcker präsentierte sich im schönsten Sommerflor. Mehr als 2000 verschiedenen Pflanzenarten wachsen hier. Neben prächtigen Staudenbeeten beindruckten vor allem die zahlreichen Rosen. Bekannt ist die Staudengärtnerei Stöcker auch für ihre Hosta-Sammlung mit über 350 Sorten. Hübsche Accessoires rundeten das Ganze reizvoll ab. Kein Wunder, dass die Besucher sich nach dieser interessanten Führung reichlich mit Pflanzen, Sprösslingen und schönen Dingen für Drinnen und Draußen in der Gartenscheune eindeckten.
Nach einem zweistündigen Aufenthalt in Borken, währenddessen man sich bei Essen und Trinken stärken und zur „Stadtmusik“ swingen und schwelgen konnte, ging’s weiter in die Niederlande.
In Winterswijk-Woold unweit der niederländisch-deutschen Grenze liegt die Ziegenkäsefarm „De Brömmels“ mit Campingplatz. Rund 20 Mitarbeit (inklusive Teilzeitkräfte) sind auf dem Hof und in der Käserei beschäftigt). Auch hier bekamen die Gäste eine Führung und erfuhren eine Menge Wissenswertes. Während die älteren Ziegen in einem Stall gehalten werden und aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht nach draußen dürfen, gibt es für die jüngeren einen Unterstand sowie Auslaufmöglichkeiten auf einer Wiese.
Da eine Ziege etwa drei Liter Milch pro Tag gibt, wird Milch aus anderen Betrieben für die Käserei zugekauft. Der hier hergestellt Schnitt- und Frischkäse wird bis Dänemark verkauft. Vom Geschmack der verschiedenen Sorten konnten sich die Reisen bei einer Verkostung selbst einen Eindruck machen. Offensichtlich schmeckte ihnen der „De Brömmels“-Käse so, dass sie kiloweise im Hofladen kauften und nach Deutschland importierten.
Wegen der Hitze traten die Vereinsmitglieder die Rückreise eine gute halbe Stunde früher als ursprünglich geplant an.